Donnerstag, 17.05.2012
Andreas Wöhrle neuer Kreisobmann
Attenhofen/Lks. Neu-Ulm - Mit dem Ausscheiden von Otto Herrmann als Kreisobmann ging im Neu-Ulmer BBV-Kreisverband eine Ära zu Ende. Über 20 Jahre hinweg hatte Herrmann die Landwirtschaft in der Nordwestecke Schwabens mitgeprägt. Jetzt hat er sein Amt an seinen bisherigen Stellvertreter Andreas Wöhrle übergeben.
Der BBV-Kreisverband Neu-Ulm hat eine neue Vorstandschaft gewählt (v. l.): Kreisobmann Andreas Wöhrle, sein Stellvertreter Manfred Prestele sowie die Beisitzer Markus Hafner, Tobias Burghardt, Herbert Kanz, Bernhard Doser und Oliver Wiedenmann. Nicht im Bild ist Wolfgang Niebling.
© Foto: Ammich
Bevor die Neu-Ulmer Ortsobmänner zur Neuwahl ihres Kreisvorstands schritten, blickte Otto Herrmann auf einige Höhepunkte seiner langen Amtszeit zurück. Dabei hob er insbesondere fünf Bauerntage hervor, die Teilnahme an der Gewerbeausstellung in Weißenhorn, den Beginn einer Serie von "Tagen des offenen Hofes" im Jahr 1993 und die Beteiligung an der Landesgartenschau in Neu-Ulm. Auch wenn es hart auf hart ging, hat der Neu-Ulmer Bauernverband nicht gekniffen. Sichtbar wurde dies an der Teilnahme vieler Landwirte aus dem Landkreis an Demonstrationen in Straßburg, Berlin und München sowie an einer Aktion gegen die Dumpingpreise der Discounter vor der Aldi-Filiale in Altenstadt. Einen klaren Kopf galt es in der Auseinandersetzung mit den EU-Agrarreformen zu behalten. Mit Nachdruck bekannte sich Herrmann zur rechten Reihenfolge in der bäuerlichen Produktion: "Erst kommt der Teller, dann der Tank." Herrmann mahnte die Politik, künftig weniger leichtfertig als bisher mit der Fläche umzugehen, die der Erzeugung von Nahrungsmitteln dient. Unter der Leitung von Markus Müller, dem neuen Leiter der BBV-Hauptgeschäftsstelle Schwaben in Augsburg, schritten die Obmänner zur Wahl. Zum neuen Kreisobmann beriefen sie den bisherigen Vize Andreas Wöhrle aus Pfaffenhofen. Der 43-jährige Landwirtschaftsmeister bewirtschaftet einen Ferkelaufzucht-Ackerbaubetrieb und sitzt seit 15 Jahren in der BBV-Kreisvorstandschaft, davon zehn Jahre als stellvertretender Kreisobmann und Mitglied des schwäbischen Bezirksvorstands. Bekannt ist er vielen auch als Tenorhorn-Bläser in der Neu-Ulmer Bauernkapelle. "Wenn wir Landwirte nicht selbst für unsere Interessen eintreten, dann tut es niemand", begründete Wöhrle sein Engagement im Berufsverband, das er schon in der Jungbauernschaft begann. Zu Wöhrles Stellvertreter kürte die Wahlversammlung Manfred Prestele aus Thal. Der 42-jährige
Landwirt leitet einen Milchviehbetrieb, war zehn Jahre lang im Kreisvorstand der Bayerischen Jungbauernschaft und als stellvertretender Ortsobmann aktiv. Seit fünf Jahren ist er Mitglied des Neu-Ulmer BBV-Kreisvorstands. Außerdem wählten die 47 anwesenden Ortsobmänner sechs Beisitzer in die Kreisvorstandschaft: Tobias Burghardt (Rennertshofen), Bernhard Doser (Thalfingen), Markus Hafner (Schwaighofen), Herbert Kanz (Dattenhausen), Wolfgang Niebling (Wallenhausen) und Oliver Wiedenmann (Illerberg).
Michael Ammich
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