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[ » BLW » Content » Pflanzenbau » Ölsaaten » Anduengen_Raps ]
Donnerstag, 17.05.2012
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Ölsaaten | 01.02.2012 Redaktion BLW

Frühes Andüngen nur bei verfärbten jungen Blättern

Eckernförde - Bei Raps muss man sich sehr früh auf die gesamte N-Menge festlegen, da die Düngung bis Mitte März weitestgehend abgeschlossen ist.
Die Aussaatbedingungen bei Winterraps waren vor allem in den Küstenregionen aufgrund der hohen Niederschläge im August problematisch. Im Landesinneren gab es weniger Probleme. Die warme Phase im September und Oktober half ähnlich wie beim Getreide vor allem den Rapspflanzen, so dass es mitunter zu sehr üppigen Beständen gekommen ist. Insbesondere früh gesäte Hybridsorten erzielten Anfang Dezember Frischmassen von 1,5 bis 2,0 kg /m². Auch Spätsaaten konnten durchaus noch 6 bis 8 Blätter ausbilden. Das sehr spät einsetzende Vegetationsende (Ende Januar) führte bei Raps zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung.
Bei Raps muss man sich sehr früh auf die gesamte N-Menge festlegen, da die Düngung bis Mitte März weitestgehend abgeschlossen ist. Eine sofortige Andüngung, sobald es wieder Auftaut ist nur sinnvoll, wenn die jungen, inneren Blätter der Pflanzen lila bis gelb sind. Diese sind sehr stark gefährdet, dass sie verhungern.Sind die inneren Blätter noch grün und vital besteht zunächst keine Gefahr.
Ein weiteres Kriterium für eine zeitige Andüngung ist, wenn es sich um Flächen handelt, die Anfang März nicht befahrbar sein könnten. In beiden Fällen sollten Sie ausschließlich Harnstoffdünger verwenden. Eine zu starke Andüngung bringt insbesondere bei Wechselfrösten im März große Risiken für die Pflanze mit.
Wird die Entscheidung für eine Andüngung Anfang Februar getroffen, sollten nicht mehr als 60 kg N /ha bei üppigen bzw. 80 kg N /ha bei schwachen Rapspflanzen in Form von Harnstoff verwendet werden. Die Restmenge kann dann Anfang bis Mitte März in Kombination mit Schwefel ausgebracht werden. Kann mit der Andüngung bis zum Monatswechsel Februar / März gewartet werden, dann können auch nitrathaltige Düngemittel in höheren Mengen verwendet werden. Bei sehr gut entwickelten Rapsen und der Verwendung von schwefelsaurem Ammoniak ist es nur in Ausnahmefällen notwendig, die verbleibende N-Menge über Harnstoff, KAS oder AHL noch zu splitten. (pd)
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