Stift Heiligenkreuz/Niederösterreich - Ein Bergahornstamm von vier Metern Länge erzielte bei der 10. Wertholzsubmission auf dem Gelände des Stiftes Heiligenkreuz einen Rekordpreis von 6500 Euro.
Stämme so weit das Auge reicht: Quantitativ und qualitativ gab es ein hervorragendes Angebot in Heiligenkreuz.
Darüber freut sich am meisten Waldbauer Karl Eder samt Familie, der in Türnitz und Lilienfeld über 100 ha Wald bewirtschaftet und bereits bei der 8. Submission im Jahre 2010 den Bestpreis erzielt hatte. Zu dieser außergewöhnlichen Leistung gratulierten LK-Vizepräsidentin Theresia Meier, LK-Forstdirektor Dipl.-Ing. Werner Löffler, Waldwirtschaftsverband-Obmann Franz Fischer und Submissons-Manager Dipl.-Ing. Ludwig Köck. "Beim Händler hätte ich wahrscheinlich höchstens 65 Euro bekommen", freut sich Karl Eder. Diese Tatsache erklärt auch das von Jahr zu Jahr wachsende Interesse an der Submission, die Forstdirektor Löffler so erläutert: "Der Erfolg der Submission ist leicht erklärt: Waldbauern erhalten im Regelfall einen viel höheren Preis als beim direkten Verkauf an ein Sägewerk. Die Käufer können aus einer breiten Auswahl nach ihren Anforderungen auswählen. Eine eingehende Besichtigung sorgt dafür, dass die Holzhändler nicht die Katze im Sack kaufen müssen. Im Gegensatz zu den allgemein bekannten Versteigerungen nach dem Schema "Zum ersten, zum Zweiten,zum Dritten verkauft", erfolgt bei der Submission die Angebotslegung verdeckt. Jeder Käufer bewertet die für ihn interessanten Stämme und übermittelt sein Anbot in einem verschlossenen Briefumschlag an den Veranstalter. Am festgelegten Tag der Offertöffnung werden die Angebote einander gegenüber gestellt und der Bestbieter erhält den Zuschlag. Ein "Nachbessern" ist zu diesem Zeitpunkt nicht möglich." Bei der 10. Submission in Heiligenkreuz wurden 1558 wertvolle Laubholzstämme von 369 Waldbauern entsprechend den subjektiven Wertvorstellungen der Furnierholzkäufer beboten. Im Vorjahr waren es 1325 Stämme von 261 Waldbauern. Dazu Submissions-Manager Dipl.-Ing. Luwig Köck: "53 Stämme erzielten heuer einen Festmeterpreis von über 1000 Euro. Dies zeigt, dass wieder außergewöhnlich gute Qualitäten angeliefert wurden. Die 29 Bieter kamen überwiegend aus Österreich, einige auch aus Deutschland. Der Bergahorn von Karl Eder geht nach Deutschland, wo er zu Furnier verarbeitet wird und im Yachtbau Verwendung findet. Der Durchschnittspreis liegt heuer bei 337 Euro/fm. 23 Baumarten waren vertreten: Bergahorn, Birke, Birne, Eiche, Elsbeere, Erle, Esche, Feldahorn, Feldulme, Kirsche, Lärche, Linde, Robinie, Roteiche, Schwarzkiefer, Schwarznuss, Speierling, Spitzahorn, Thuje, Ulme, Vogelkirsche, Walnuss und Wildbirne." Die Submission wird alljährlich veranstaltet von der Forstabteilung der LK Niederösterreich und vom Waldverband Niederösterreich, in dem 66 Waldwirtschaftsgemeinschaften mit über 6700 Mitgliedern und 244 000 ha Wald zusammengeschlossen sind.
pmg