Als Züchter von positiv geprüften Bullen geehrt: Hans Auinger (Stetten), Helmut Brunner (Tauberschallbach), Dieter Bürger (Wiebelsheim), Werner Carl (Ebersbach), Hans Daubinger (Spielberg), Siegfried Grünes (Wüstphül), Erwin und Luise Katheder (Bubenheim), Friedrich Lechler (Langensteinbach), Walter Rauch (Equarhofen), Günther Rieger (Absberg), Helga Schirmer (Dörflein), Hilmar Seufferlein (Uffenheim, Karl-Heinz Steinacker (Unterwinstetten) und Werner Wagner (Kolbenhof).
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Eine Bilanz mit zweistelligen Zuwachsraten und einem neuen Umsatzrekord bildete den idealen Rahmen für die erste Mitgliederversammlung mit "Gründungsfest" des Rinderzuchtverbandes Franken, der zum 1. Oktober 2011 offiziell gegründet wurde. Damit die Unterfranken keinen so weiten Weg hatten, fand das traditionelle "Dreikönigstreffen" der Züchter erstmals nicht in Triesdorf, sondern in Neustadt/Aisch statt. Und weil die Fusion der Zuchtverbände Ansbach und Würzburg erst vor einigen Monaten erfolgte, wurden deren Zahlen auch noch getrennt vorgetragen. Wie Vorsitzender Karl Kreß darlegte, zählt der Rinderzuchtverband Franken nach der Fusion 4067 Mitglieder in Mittel- und Unterfranken sowie dem Gelbviehzuchtgebiet bei Bamberg. Von den 101 084 Herdbuchkühen, gehören 89 723 Kühe der Rasse Fleckvieh, 8358 der Rasse Holstein (Schwarz- und Rotbunt), 2773 dem Gelbvieh und 232 anderen Rassen an. Dank ansteigender Milchpreise, sehr guter Schlachtkuh- und Bullenpreise stiegen die Umsätze in Mittelfranken um 12,9 Prozent auf 15,3 Millionen Euro und beim Verband in Würzburg mit seinem Versteigerungsort Dettelbach um 13,7 Prozent auf 3,958 Millionen Euro. Wie Verbandsverwalter Werner Hauk berichtete, sind auch die Vermarktungszahlen entsprechend gestiegen. In Ansbach wurden 4061 Stück Großvieh (plus 472) und in Ansbach 21 428 Kälber (plus 340 Stück) verkauft, in Dettelbach waren es 1281 (plus 237) Stück Großvieh und 5535 Kälber (plus 276). Laut Hauck ist die Nachfrage nach Export-Tieren trotz der noch nicht überwundenen Finanzkrise ungebrochen, so dass noch nie dagewesene Exportumsätze erreicht wurden. Alles in allem hätten die Mitgliedsbetriebe über ihre Züchterorganisation die höchsten Umsätze seit deren Bestehen erwirtschaftet. Mit 347 Stück hat sich die Zahl der verkauften Bullen in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Unter anderem sei dies darauf zurückzuführen, dass Natursprungbullen nicht nur in alle Bundesländer, sondern auch in die Niederlande und Belgien gehen. Denn immer mehr Rot- und Schwarzbuntbetriebe wollten die Vorzüge des Fleckviehs nutzen. Nach Angaben von Zuchtleiter Albrecht Strotz ist die im vergangenen Jahr eingeführte Genomische Selektion bei Fleckvieh voll akzeptiert und die Vorteile der genaueren Selektion werden genutzt. Strotz bedauerte, dass die Gelbviehrasse, der vor 50 Jahren noch ein Großteil der Rinder in Franken angehörte, weiter abnimmt. Sie zählt inzwischen nur noch 2770 Kühe. Die Gründe lägen insbesondere in der geringeren Wirtschaftlichkeit mit einer um 1500 Kilo niedrigeren Milchleistung gegenüber dem Fleckvieh. Doch es wäre schade, so der Zuchtleiter, wenn die Rasse verloren ginge, weil das robuste Gelbvieh Gene besitze, die bei keiner anderen Rinderrasse zu finden sind. Um die Zucht noch schneller voran zu bringen, wird über den Milcherzeugerring ein neues EDV-Programm angeboten, um den optimalen Bullen für die Anpaarung an eine bestimmte Kuh herauszufinden, berichtete Strotz. Er stellte fest, dass die Abgänge an Kühen in Hochleistungsherden nicht höher seien als in normalen Betrieben. Welch hohen Stand die Rinderzucht in Franken hat, verdeutlichen laut Albrecht Strotz die Erfolge bei der großen Zuchtrinderschau in Schwandorf mit sieben der 13 Gruppensiege, fünf der sechs Klassensiege und zwei der drei Champions.
Fritz Arnold