Marktleuthen/Lks. Wunsiedel - Harald Fischer folgt Werner Reihl als Wunsiedler Kreisobmann.
Die neue Mannschaft im Landkreis Wunsiedel: der Wunsiedler BBV-Geschäftsführer Thomas Lippert, Reinhold Wunderlich, Michael Schricker, Stephan Regnet, Georg Neupert, Kreisobmann Harald Fischer, Werner Pöhlmann, Udo Legath, Kreisbäuerin Christine Medick, der Landtagsabgeordnete Martin Schöffel, der oberfränkische BBV-Bezirkspräsident und bisherige Kreisobmann Werner Reihl sowie BBV-Direktor Wilhelm Böhmer (v. l.).
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Mit der Wahl von Harald Fischer zum neuen Kreisobmann ist im Landkreis Wunsiedel eine Ära zu Ende gegangen. 25 Jahre lang stand Werner Reihl, seit zehn Jahren auch oberfränkischer Bezirkspräsident, als Kreisobmann an der Spitze der Bauern im Landkreis. Nun konnte sich bei der Ortsobmännerversammlung sein bisheriger Stellvertreter Harald Fischer aus Neudorf bei Marktleuthen mit 32 zu 17 Stimmen gegen Reinhold Wunderlich aus Seedorf bei Schirnding durchsetzen. Harald Fischer ist 53 Jahre alt und verheiratet, er hat drei erwachsene Kinder und drei Enkel. Er bewirtschaftet einen 60-Hektar-Betrieb mit Schwerpunkt Milchviehhaltung sowie Getreide. Kartoffeln und einem Wald. "Mein Vorgänger Werner Reihl hinterlässt große Fußstapfen", sagte Fischer bei der Wahl. Er werde nun versuchen, den Kreisverband ähnlich erfolgreich zu führen und das Beste für die Bauern zu erreichen. Zum neuen Stellvertreter Fischers wurde Stephan Regnet aus Bernstein gewählt. Auf den 45-Jährigen, der ebenfalls einen Milchviehbetrieb bewirtschaftet, entfielen 47 von 51 möglichen Stimmen, Regnet hatte keinen Gegenkandidaten. In den Vorstand wurden gewählt: Werner Pöhlmann (59) aus Unterweißenbach, Udo Legath (30) aus Schacht bei Arzberg, Reinhold Wunderlich (52) aus Seedorf bei Schirnding, Michael Schricker (34) aus Neudes und Georg Neupert (61) aus Steinselb. Bei der Wahl wäre es beinahe zu einem Kuriosum gekommen: So wurde anfangs neben Harald Fischer und Reinhold Wunderlich auch die stellvertretende Kreisbäuerin Karin Reichel zum neuen Kreisobmann vorgeschlagen. Von der Satzung her wäre dies durchaus denkbar, so BBV-Direktor Dr. Wilhelm Böhmer. Reichel winkte allerdings im letzten Moment dann doch ab. "Ich bin zwar mutig, aber nicht übermütig", sagte sie. Was die Mitgliederzahlen und seine Stellung in der Gesellschaft angeht, stehe der Bauernverband stabil da, sagte Direktor Wilhelm Böhmer. Vor dem Hintergrund eines zwei- bis dreiprozentigen Strukturwandels sei dies keine Selbstverständlichkeit. Auch nicht, dass die Spitzen sämtlicher Ortsverbände wieder mit Ehrenamtlichen besetzt werden konnten, so der scheidende Kreisobmann Reihl. Das zeige die Stärke des Bauernverbandes. Reihl erinnerte an die Zeit vor 25 Jahren, als er erstmals zum Kreisobmann gewählt wurde. Damals habe es weder den Euro, noch das Internet gegeben. Eines sei aber geblieben: Die Bürokratie. Sie sei sogar noch gewachsen und werde auch in Zukunft noch weiter zunehmen. Schon allein deshalb sei auch in Zukunft ein starker Bauernverband notwendig. Reihl wird auch bei der Wahl zum oberfränkischen BBV-Bezirkspräsidenten am 3. April aus Altersgründen nicht mehr antreten können, da Bewerber auf Kreis und Bezirksebene höchstens 65 Jahre alt sein dürfen. Somit wird auch für den Bezirksverband eine neue Ära beginnen.
Stephan Herbert Fuchs