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[ » BLW » Content » Schaufenster » Wirtschaft » Fälschung ]
Donnerstag, 17.05.2012
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Wirtschaft | 14.12.2011 Redaktion BLW

Italienische Fälscher lieferten nach Deutschland und Österreich

Wien/Bonn, 14. Dezember 2011 (aiz.info). - In dem Betrugsfall mit gefälschten Bioprodukten aus Italien sind nach dem derzeitigen Kenntnisstand der Ermittlungen der italienischen Sicherheitsbehörden mehrere hundert Tonnen Soja und in geringerem Umfang Raps von zwei der verdächtigen Unternehmen nach Österreich geliefert worden.
Benjamin Klack  / pixelio.de
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Benjamin Klack / pixelio.de
EU-Ausschuss berät über Konsequenzen aus gefälschten Bioprodukten Bei den Empfängern im Inland handelt es sich um zwei weiterverarbeitende Betriebe. Die zuständigen Behörden der Bundesländer wurden darüber umgehend informiert, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die italienischen Behörden haben bis her keine Lieferlisten mit konkreten Warenbezeichnungen, Mengen und Lieferzeitpunkten übermittelt. Auch nach Deutschland gelangte gefälschte Bioware. Gesundheitsschädlichkeit kann ausgeschlossen werden Nach Bekanntwerden der Betrugsverdachtsfälle mit Bio-Erzeugnissen in Italien hat das Gesundheitsministerium als oberste österreichische Lebensmittelbehörde umgehend Kontakt mit den italienischen Lebensmittelbehörden aufgenommen. "Es wird überprüft, ob Unternehmen in Österreich mit verdächtiger Ware beliefert wurden und solche Ware sich noch aktuell am Markt in Österreich befindet. Sollte diese am Markt sein, werden sofort alle notwendigen Maßnahmen getroffen, damit die Produkte aus der Bioproduktion ausgeschlossen werden ", heißt es aus dem Gesundheitsressort.
Derzeit liegen nur zusammenfassende Informationen über die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden in Rom vor, offizielle Auskünfte der italienischen Lebensmittel- beziehungsweise Biobehörde sind bisher nicht eingelangt. Eine Gesundheitsschädlichkeit der Waren kann laut Angaben des Büros von Minister Alois Stöger derzeit ausgeschlossen werden. Die Überprüfung der biologischen Produktion in Österreich wird von Kontrollstellen durchgeführt, die als Zertifizierungsstellen durch das Wirtschaftsministerium akkreditiert sind und von den Ländern für ihr Bundesland zugelassen sind. Bei diesen Kontrollen werden insbesondere die Warenflüsse sowohl am Papier als auch physisch auf ihre Plausibilität und Rückverfolgbarkeit geprüft. Die Kontrollstellen werden von den zuständigen Behörden der Länder regelmäßig überwacht. Daniela Schietz , zuständig für die Qualitätssicherung bei Bio Austria, weist diesbezüglich darauf hin, dass "unser Importprozedere ein Höchstmaß an Sicherheit bei Einfuhren von Bio-Futterkomponenten garantiert ". Der Bio Austria- Qualitätsstandard schreibe die Verwendung von zertifiziertem Futtermittel aus Österreich vor. Wenn der Bedarf im Inland nicht gedeckt werden könne, würden unter Auflagen Futtermittel aus dem Ausland zugekauft. Diese Auflagen "beinhalten ein genau definiertes Prozedere, welches ausschließt, dass falsch deklarierte Importware innerhalb unseres Qualitätssystems in Umlauf kommt. Das bietet größtmögliche Sicherheit für unsere Veredelungsbetriebe ", meint Schietz. (aiz)
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