Donnerstag, 17.05.2012
Feldfruchtproduktion gestiegen
Wien - Die Getreideernte fiel 2011 fast 20 Prozent höher aus als 2010.
Die Landwirte in Österreich haben 2011 insgesamt 5,67 Mio. t Getreide inklusive Mais eingefahren und damit die Vorjahresmenge um 19 Prozent übertroffen; im Vergleich zum langjährigen Mittel bedeutet das Ernteergebnis ein Plus von 16 Prozent. Diese Zahlen hat die Statistik Austria vorgelegt. Bereits eine Woche zuvor hatte die Agrarmarkt Austria (AMA) nach einer rekordverdächtigen Maiskampagne von einer überraschend hohen Getreideernte gesprochen und diese auf 5,6 Mio. t beziffert. Nach Angaben von Statistik Austria lag die Erntemenge von Brotgetreide, also Weizen, Roggen und Wintermenggetreide, mit 2,0 Mio. t um 18 Prozent über dem Vorjahresniveau und sogar 20 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt. An Weizen wurden 1,78 Mio. t eingebracht, womit das letztjährige Ergebnis um 17 Prozent verbessert wurde. Sogar um 25 Prozent stieg die Roggenmenge an; hier wurden insgesamt 202 000 t geerntet. Bei Futtergetreide wurde gegenüber 2010 ein Produktionsplus von 19 Prozent auf 3,67 Mio. t registriert. Dies ist laut Darstellung der Statistiker vor allem auf eine stark überdurchschnittliche Produktionsmenge von Körnermais inklusive Corn Cob Mix (CCM) zurückzuführen, die mit 2,45 Mio. t rund ein Viertel über dem Vorjahreswert liegt; verglichen mit dem Zehnjahresdurchschnitt ergibt sich hier ein Plus von 24 Prozent. Mit 859 400 t fiel bei Gerste trotz einer um 9 Prozent verkleinerten Anbaufläche die Ernte um 10 Prozent höher aus als 2010. Die Triticale-Menge erreichte 228 100 t, was in Vorjahresvergleich ein leichtes Minus von 1 Prozent bedeutet. Die Gesamternte an Ölfrüchten und Körnerleguminosen lag den Statistikern zufolge bei 434 800 t; das sind 11 Prozent mehr als 2010. Bei Hackfrüchten dürfte die Produktion mit 4,18 Mio. t um 10 Prozent über dem Vorjahreswert liegen. Dem Trend der letzten Jahre folgend wurde bei Sojabohnen erneut ein starker Anstieg der Fläche registriert; dadurch erhöhte sich die Produktionsmenge bei einem guten Ertragsniveau um 16 Prozent auf 109 400 t. Der Anbau von Ackerbohnen wurde sogar um 45 Prozent ausgedehnt; verstärkt durch gute Erträge ergab sich ein Gesamtaufkommen von 17 600 t, womit der Vorjahreswert um 67 Prozent überschritten wurde. Ungewöhnlich hohe Erträge wurden bei Körnererbsen erzielt, woraus trotz einer neuerlichen Reduzierung der Anbaufläche eine Ernte von 36 400 t resultierte, die 16 Prozent über dem Vergleichswert lag. Winterraps beanspruchte ungefähr die gleiche Fläche wie im Vorjahr, erreichte aber trotzdem mit 179 100 t eine um 5 Prozent höhere Erntemenge als 2010. Um 11 Prozent stieg das Ergebnis bei Sonnenblumen, wo von den Statistikern unter dem Strich 73 700 t verbucht wurden. Des Weiteren ernteten die österreichischen Landwirte 16 500 t Ölkürbiskerne, womit sie ein Plus von 9 Prozent erzielten. Bei Mohn wurde der höchste Hektarertrag der letzten zehn Jahre verzeichnet; dennoch lag die Produktion infolge einer starken Flächeneinschränkung mit 1600 t rund 7 Prozent unter der Vorjahresmenge. Über hohe Hektarerträge konnten sich die Ackerbauern auch bei Kartoffeln freuen; dies schlug sich in einer Erntemenge von 816 100 t nieder, gegenüber 2010 ein Zuwachs von 21 Prozent. Bei Zuckerrüben deuten aktuelle Schätzungen auf eine sehr gute Ernte hin, die mit 3,35 Mio. t etwa 7 Prozent besser ausfallen dürfte als vor Jahresfrist. Die Erntemenge von Silo- und Grünmais überstieg in diesem Jahr die Vorjahresproduktion um 13 Prozent und erreichte 4,01 Mio. t. Bei Klee und Wiesen wirkte sich laut Statistik Austria die Frühjahrstrockenheit limitierend auf den ersten Schnitt aus, während die Folgeschnitte generell zufriedenstellend ausfielen. An Klee und Kleegras wurden 631 100 t Heuäquivalent eingebracht; dies ist ein Minus von 7 Prozent. Bessere Ernten wurden auf den Wiesen eingebracht, wo insgesamt ein Plus von 3 Prozent auf 6,81 Mio. t registriert wurde.
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