Donnerstag, 17.05.2012
Forstwirtschaftliche Vereinigung Oberbayern informiert
Landsham/Lks. Ebersberg - Zahlreiche WBV-Vorsitzende und Repräsentanten von Organisationen und Verbänden konnte der 1. Vorsitzende der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberbayern (FV Obb.), Josef Denk, bei der Herbstversammlung in Landsham begrüßen. Er hatte mehrere Referenten eingeladen, die über Themen informierten, die für den Waldbesitzer von besonderer Bedeutung sind.
Bei der Herbstversammlung der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberbayern e. V. (FV Obb.) nahmen auf dem Podium Platz: (v. l.) Andreas Tyroller (Geschäftsführer FV Obb.), Josef Denk (1. Vorsitzender FV Obb.), Sepp Spann (Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes) und Alfons Leitenbacher (Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten).
© Foto: Holly
Alfons Leitenbacher vom Forstministerium gab einen Überblick über die wichtigsten Festlegungen in der gemeinsamen Bekanntmachung "Waldwegebau und Naturschutz". Beim Waldwegebau ist Bayern vom Bundesrecht abgewichen, das heißt, dass der ordnungsgemäße Wegebau im "normalen Wirtschaftswald" der Eingriffsregelung nicht unterliegt und es keiner naturschutzrechtlichen Kompensation bedarf. Wichtig ist auch, dass es in Gebieten, in denen eine Ausgleichsverpflichtung besteht, nur die tatsächlich in Anspruch genommene, ökologisch wertvolle Fläche zu Grunde gelegt wird. "Ausgleichsmaßnahmen sollen nach Möglichkeit als bewirtschaftungsintegrierte Maßnahmen im Wald, zum Beispiel durch Waldumbau, gestaltet werden. Sie müssen für den Waldbesitzer zumutbar sein", betonte Leitenbacher. Die gemeinsame Bekanntmachung soll vor allem die Zusammenarbeit der Naturschutz- und Forstbehörden vereinheitlichen, vereinfachen und beschleunigen. Der Forstsachverständige und PEFC-Auditor Horst Gleißner zeigte die Vorteile einer Zertifizierung nach PEFC auf, die streng nach einer ISO-Norm durchgeführt wird und vollkommen transparent ist. Für ihn ist ein Vergleich mit FSC nicht möglich, weil bei diesem Zertifizierungsverfahren der Auditor selbstständig Abweichungen vornehmen kann. "FSC verdient den Namen Zertifizierung nicht", so Gleißner. Er wies auch darauf hin, dass ein Missbrauch des PEFC-Logos streng verfolgt und mit einer Geldstrafe geahndet wird. Zugleich rief er die Waldbesitzer auf, missbräuchliche Verwendungen des Logos zu melden (Tel. 08168-9979911). Über die Ergebnisse der Arbeitsgemeinschaft Jagd informierte Barbara Weindler vom Waldbesitzerverband. Außerdem gab sie einen Bericht über die derzeitige Situation auf dem Holzmarkt.
LH
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