Donnerstag, 17.05.2012
Freitag ist Zeugnistag
München - Die Zwischenbilanz zeigt, wo die Kinder gerade stehen.
Das Zwischenzeugnis gibt Schülern und Eltern eine Orientierung, wie das Schuljahr bisher gelaufen ist. Der Zeugnistag ist für Kinder sehr wichtig.
© Foto: regine schöttl/fotolia
Der Zeugnistag ist immer ein wichtiger Tag vor allem für Kinder, aber auch für Eltern. Weil die meisten Kinder diesem Tag viel Bedeutung beimessen, sollten Eltern ihren Kindern ebenfalls viel Aufmerksamkeit schenken. Einem Kind mit guten Noten müssen Mutter und Vater auch die entsprechende Anerkennung zollen, denn das haben sich die guten Schüler auch verdient. Gute Noten sind nicht selbstverständlich! So wie wir Erwachsene uns für unsere Arbeit, für unsere Leistung und für unser Engagement Lob und Anerkennung wünschen, wünschen sich das auch unsere Kinder.
Schlechte Noten dürfen auf der anderen Seite aber nicht mit Vorwürfen, Kritik und Strafen quittiert werden. Hier gilt der Grundsatz, Ruhe bewahren. Ein Zwischenzeugnis ist eine Art Orientierungshilfe, die Schüler haben schließlich noch ein halbes Jahr Zeit, ihre Leistungen zu verbessern. Natürlich sollte man als Mutter oder Vater zum Ergebnis eindeutig Stellung beziehen und dem Kind eine Rückmeldung geben, dies darf aber nicht in Vorwürfe, Schuldzuweisungen und Druck ausarten denn das bringt gar nichts. Eine schlechte Note nagt sowieso am Selbstbewußtsein eines Kindes. Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Kindes. Jedes Kind will in der Schule gut sein. Aus diesem Grund darf man Kindern die Lust am Lernen nicht nehmen. Im Gegenteil, jetzt geht es darum, gerade die "schlechten" Kinder für das zweite Schuljahr so zu motivieren, dass sie sich verbessern und langfristig gut bleiben. Signalisieren Sie also Ihrem Kind, dass Sie ihm vertrauen und überlegen Sie zusammen, wie die Schulleistungen verbessert werden können. Generell gilt am Zeugnistag, sich Zeit zu nehmen und zusammen mit dem Kind diese Zwischenbilanz detailiert durchzusehen. Fragen Sie Ihr Kind, ob es mit den Noten zufrieden ist oder ob es bei einer Note überrascht beziehungsweise enttäuscht ist. Besprechen Sie insgesamt, wie es zu dem Ergebnis gekommen ist. Sprechen Sie mit Ihren Kind darüber, was ihm in der Schule viel Spaß macht und was ihm schwerfällt. An dieser Stelle können Eltern und Kinder dann gemeinsam überlegen, ob das Kind irgendwo Unterstützung braucht und wie diese aussehen kann. Bei schlechten Noten sollte unbedingt auch der jeweilige Lehrer besucht werden. Es sollte aber nicht nur der Zeugnistag sein, an dem man sich behutsam um die schulischen Leistungen seines Kindes kümmert, sondern man sollte das Schuljahr über einen Überblick über den Verlauf haben. (blw)
Ferien zur Erholung
Der Zeugnistag ist für die Kinder auch der letzte Schultag vor den Faschingsferien. Die Ferien brauchen die Schüler nach dem ganzen "Notenstress" zur Erholung. Eine kleine Verschnaufpause haben sie sich verdient. Auf strikte Lernprogramme sollte man deswegen verzichten. Sicher, das ein oder andere kann man für die Schule schon machen, gerade dann, wenn direkt nach den Ferien Wichtiges an- steht schließlich kann man so das Lernpensum entzerren. Prinzipiell ist es immer sinnvoll, viele kleine Lerneinheiten zu machen als eine "Mammut-Einheit". Aber Vorrang hat in den Ferien das Krafttanken und Entspannen.
Petra Seitz
Heute ist Zeugnistag (16.02.2012)
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