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Pauschale Unterschutzstellungen nach beliebig formulierten Kriterien würden weder den Anforderungen der Gesellschaft an den Wald, noch der wachsenden Nachfrage nach dem umweltfreundlichen Rohstoff Holz gerecht werden.
„Die Menschen wollen nicht Totalschutzgebiete auf der einen Seite des Waldwegs und dafür umso intensiver bewirtschaftete Wälder auf der anderen Seite“, so der Minister.
Der Freistaat setze deshalb auf eine naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder auf ganzer Fläche, die Schützen und Nutzen miteinander vereint. Die Tatsache, dass es in Bayern so viele alte Wälder gibt und ihre Zahl sogar weiter zunimmt, zeigt dem Minister zufolge, dass der bayerische Ansatz der Richtige ist.
Insgesamt wird in den Wäldern des Freistaats eindeutig weniger Holz geerntet als nachwächst. Auch die Fläche der Laubwälder nimmt in Bayern seit Jahren kontinuierlich zu.
Die Ergebnisse der Bundeswaldinventur II (BWI II, 2002) weisen in Bayern
einen Vorratsanstieg über alle Baumarten in Höhe von knapp 23 Prozent
aus. Die Holzvorräte bei Buche mit einem Durchmesser (BHD) über 50 cm
haben sich zwischen 1987 und 2002 von 14,6 Millionen Festmeter (VFm) auf
32,9 Millionen VFm mehr als verdoppelt. An der steigenden Tendenz hat
sich seit 2002 nichts geändert, denn auch die Einschlagzahlen der
letzten Jahre zeigen, dass deutlich weniger Buche genutzt wurde als
nachwächst. Darüber hinaus setzen viele Waldbauern in Zeiten des
Klimawandels vermehrt auf die Buche, die in Bayern damit sogar weiter an
Bedeutung gewinnt.
Den Vorwurf, Bayern verheimliche wichtige Informationen über die Wälder, wies der Minister zurück. Bayern habe über alle Waldbesitzarten hinweg bereits in der Biodiversitätsstrategie 2009 die Waldflächen nach unterschiedlichen Schutzkategorien benannt. Aktualisiert wurden diese Angaben zuletzt im Waldbericht 2011 der Bayerischen Forstverwaltung. Danach liegen in Bayern rund 945 000 Hektar Wald in Naturparken, 487 000 Hektar in Landschaftsschutzgebieten, 82 000 Hektar in Naturschutzgebieten, mehr als 7 000 Hektar in Naturwaldreservaten, 450 000 Hektar in FFH- und Vogelschutzgebieten sowie 31 000 Hektar in den beiden Nationalparken. Auch der Bayerische Bauernverband (BBV) äußerte sich kritisch zu der Greenpeace-Forderung und bezeichnete sie als Ausdruck von Ignoranz gegenüber der Leistungen, die Generationen von
Förstern und Waldbauernfamilien mit viel Herzblut erbracht hätten. (pd)