Montag, 21.05.2012
Imposante Eindrücke vom Holzbau
Regensburg/München - Mitglieder und Gäste des Holzforums Regenburger Land haben die Ausstellung des Münchner Architekturmuseums "Bauen mit Holz Wege in die Zukunft" besucht.
Faszination Holzbau: Die Ausstellungsbesucher vor dem Modell des Odate Jukai Dome Parks, einer Baseballhalle in Japan.
© Foto: Schmid
Unter fachkundiger Führung des Architekten Christian Schühle vom Lehrstuhl für Architektur, Fachgebiet Holzbau, der TU München, betrachteten sie die eindrucksvollen Modelle, erfuhren von Möglichkeiten und Leistungsfähigkeit des Bau- und Rohstoffes Holz. Zudem erfuhren die Besucher, weshalb der Baustoff Holz in Deutschland noch nicht mehr verbreitet ist. Beeindruckt zeigten sich die Ausstellungsbesucher von Modellen des Finanzamtes Garmisch-Partenkirchen aus dem Jahr 2011 oder von den Werkstätten der Lebenshilfe in Lindenberg im Allgäu aus dem Jahr 2005. Und auch ein Projekt aus Regensburg, die Damaschkesiedlung der Stadtbau Regensburg, fand Eingang in den Katalog als Beispiel für die Nachverdichtung oder für das Bauen im Bestand. Ein hoher Vorfertigungsgrad, eine kurze Bauzeit und das geringe Gewicht von Holzbauteilen prädestinierten Holz neben allen sonstigen Vorteilen für solche Objekte in besonderer Weise, hieß es. Innerhalb von vier Monaten seien diese 16 Wohnungen bezugsfertig gewesen. Mit der außergewöhnlichen Trag- und Spannkraft von Holz, dem geringen Gewicht und der leichten Bearbeitbarkeit sind gewaltige Spannweiten möglich. Mit 178 Meter Spannweite in Längsrichtung und 157 Meter in Querrichtung ist der Odate Jukai Dome Park eine Baseballhalle in Japan ein herausragendes Beispiel dafür. Das Expodach in Hannover und die Multihalle in Mannheim sind Beispiele in Deutschland. Holz, fasste Holzforum-Vorsitzender Johannes Maag zusammen, wachse "in der Fabrik Wald", wo jedermann gerne spazieren gehe und sich erhole. Holz sei ein ökologisch hervorragendes Produkt mit herausragenden technischen und ästhetischen Eigenschaften. "Mit den Fertigkeiten unserer Zimmerleute, Schreiner und vielen anderen lassen sich für den Verbraucher Produkte fertigen, mit denen sich die Kunden ein Leben lang wohl fühlen."
Christine Schmid
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