Samstag, 04.02.2012
Positive Arbeit mit Berglandmilch
Rotthalmünster/Lks. Passau – Die Mitglieder des Rottaler Milchwerks e.G. (Karpfham) haben im Krisenjahr 2009 von ihrer Entscheidung zur Milchpreisbindung an die österreichische Muttergenossenschaft Berglandmilch (BLM, Wels) profitiert und mit 27,57 Cent/kg ab Hof einen Erlös über dem bayerischen und deutschen Durchschnittspreis erzielt, wie Geschäftsführer Peter Tenschert in seinem Bericht in der Generalversammlung des Rottaler Milchwerks herausstellte.
Hauptversammlung der Rottaler Milchwerk e.G. (v. l.): Hans Einkammerer (neu im Aufsichtsrat), Josef Ammer (ausgeschieden aus dem Aufsichtsrat), Josef Bachhuber (wiedergewählt in den Aufsichtsrat), Martin Krautstorfer (stellv. Vorst.-Vors. Rottaler Milchwerk e.G., wieder in den Vorstand gewählt), Ludwig Gschöderer (wiedergewählt in den Aufsichtsrat), Rupert Pfaffinger (Vorstandsvorsitzender), Johann Schneeberger (neuer Berglandmilch-Obmann), Dipl.-Ing. Josef Braunshofer (Berglandmilch-Generaldirektor), Peter Tenschert (Geschäftsf. Vorstand Rottaler Milchwerk e.G.) undJohann Engl (Aufsichtsratsvorsitzender Rottaler Milchwerk e.G.).
© Kolb
„Durch diese Entscheidung vor einem Jahr, den österreichischen BLM-Milchpreis anzunehmen, sind wir zum vollwertigen Mitglied in der BLM geworden, das gegenseitige Vertrauen ist gewachsen – sehr positiv ist der deutlich über den Nachbarmolkerein liegende Milchpreis, und das kann auch so bleiben“, sagte Vorstandsvorsitzender Rupert Pfaffinger. Die Genossenschaft Berglandmilch hatte das Rottaler Milchwerk vor elf Jahren als Vertragsmitglied übernommen.
„Das Geschäftsjahr 2009 war geprägt von erheblichem Marktdruck, sinkenden Preisen und der Aussicht auf das Auslaufen der
Milchquote 2015“, leitete Geschäftsführer Peter Tenschert seinen Bericht zwar ein, hatte aber dann doch Positives zu berichten: „Dennoch profitierten wir zum einen vom Vorzug der Genossenschaft und zum anderen von der Milchpreisbindung an unsere Berglandmilch“, stellte er fest. Die Zahlen für 2009 aus Tenscherts Bericht: Die Milchanlieferung der im Jahresschnitt 491 Produzenten betrug 67,85 Mio. kg (- 0,4 Prozent), was bei einer Quote von 138 000 kg einer durchschnittlichen Tagesmenge von 379 kg pro Lieferant entspricht. Vor fünf Jahren seien es über 600 Milchlieferanten gewesen – allerdings bei einer um 18 Prozent niedrigeren
Milchquote pro Lieferant. Jeder Milchbauer lieferte im Schnitt damals 65 Kilogramm weniger pro Tag bei einer Quote von durchschnittlich 114 000 Kilogramm. Die Qualität der angelieferten Milch war noch nie so gut wie 2009, stellte der Geschäftsführer heraus – in Güteklasse K wurden 99,5 Prozent eingestuft, 93,1 Prozent sind in Güteklasse S. Dadurch konnte ein durchschnittlicher
Milchpreis erwirtschaftet werden, der bei 4,2 Prozent Fettgehalt und 3,4 Prozent Einweißgehalt (netto) bei 27,56 Cent/kg ab Hof lag – „was einer bis dato selten erlebten Überzahlung von 0,71 Cent/kg zum bayerischen Durchsachnitt entspricht“, betonte Tenschert. Die Entwicklung des Milchpreises der BLM im laufenden Geschäftsjahr bezeichnet der Geschäftsführer als „sehr positiv“. Mehr dazu im Wochenblatt Nr. 27. (Wilhelm Kolb)
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