Freitag, 10.02.2012
Gute Weizenqualitäten heuer gesucht
München - Extreme Wetterverhältnisse ließen in Bayern bei Winterweizen nur knapp 65 dt/ha Ertrag zu. Das sind rund 4 dt/ha weniger als im langjährigen Mittel und 5 dt/ha weniger als 2009.
Gute Weizenqualitäten heuer gesucht
Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Weizenfläche deutschlandweit um 76 000 ha auf 3,25 Mio. ha zu, so viel wie nie zuvor. Dagegen hat sich in Bayern der Anbauumfang leicht auf 530 000 ha verringert. Gute Weizenqualitäten sind heuer gefragt und werden mit deutlichen Preisaufschlägen honoriert. Viele Partien erreichen jedoch aufgrund von niedrigen Fallzahlen und Auswuchs die geforderten Mindestwerte nicht. Im Herbst 2009 konnte termingerecht und unter günstigen Bedingungen gesät werden. Aufgrund der Trockenheit liefen die Winterungen vor allem in Nordbayern zum Teil ungleichmäßig auf. Nach einem langen, kalten Winter mit ausdauernder Schneedecke starteten die Winterungen meist ohne Schäden in die Vegetation. Das erste Jahresdrittel war sehr trocken. Flächendeckende Niederschläge im heuer sehr kühlen Mai verhinderten jedoch weitgehend Trockenschäden. Aufgrund der vielen Regentage im Mai, in Südbayern auch im Juni, konnten die Felder nur an wenigen Tagen befahren werden. Eine termingerechte Krankheitsbekämpfung war deshalb nicht immer möglich. Nach der Regenperiode fielen in Nordbayern im Zeitraum Anfang Juni (im Süden ab Mitte Juni) bis Mitte Juli kaum Niederschläge. Auch hohe Temperaturen machten den Beständen, die sich gerade in der Kornfüllungsphase befanden, zu schaffen. Wie in den Vorjahren entwickelte sich Blattseptoria zur dominierenden Krankheit. In Nordbayern trat auch Braunrost stärker auf. Wegen des seit Ende Juli anhaltenden regnerischen Wetters ging die Ernte nur schleppend voran. Die Ernteverzögerung sowie die nasse Witterung führten heuer nahezu in ganz Deutschland zu Lagergetreide und zu viel Auswuchs (Keimung der Körner auf dem Halm). Mehr über den unabhängien Sortentest können Sie im Wochenblatt Nr. 36 lesen.
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