Mittwoch, 23.05.2012
Begeisterung und Interesse für den Wald
Neumarkt i. d. Opf. - Trotz der eisigen Kälte nahmen Anfang Februar sieben Personen am Motorsägenkurs für Fortgeschrittene an der bayerischen Waldbauernschule teil.
Die Teilnehmer des Motorsägenkurses für "Starkholz und Problemfällung".
© Meier
Der Inhalt des praktischen Kurses war vielfältig: Nach einer Sicherheitsunterweisung und der Wiederholung diverser Fällschnitte wie Vor, Seit- und Rückhänger arbeitete man und frau auch am Spannungssimulator. Das Schneiden von gespanntem Holz ist eine der gefährlichsten Arbeiten im Wald. Die Situation kann jedoch durch schrittweises und zielgerichtetes Vorgehen entschärft werden:
Daher wurde im Kurs kurzfaseriges Buchenholz eingespannt und aufgearbeitet. Der Lehrgangsleiter ging in diesem Zusammenhang - schon allein aus Sicherheitsgründen als auch aus Ertragsgründen - auf die fachgerechte Anbringung der Schmälerungs- sowie Druckentlastungsschnitte ein und gab den Teilnehmer die Möglichkeit Holz unter enormer Spannung aufzuarbeiten. Darüber hinaus wurde auf Fällungsproblematiken beim Totholz in der Praxis eingegangen.
Die Wartung der Motorsäge in Theorie und Praxis war natürlich ein weiterer Bestandteil des Kurses: Teils mehrfach am Tag feilten die 7 Personen daher ihre Ketten fachgerecht-per Hand und konnten so auf eine scharfe Kette zurückgreifen: Eine der Grundvoraussetzungen für Freude am Umgang mit der Motorsäge. Und diese Freude hatten die 7 Teilnehmer auch vor Ort, denn sie alle wuchsen schnell zu einem schlagkräftigen Arbeitsteam zusammen und setzten die von der Försterin vorbereiteten Fällungsaufträge fleißig in die Tat um.
Ausgerüstet mit vollständiger Sicherheitskleidung fuhr die Gruppe an den Schulungstagen in den Wald und setzten am Starkholz Herzschnitte, Dachschnitte und sonstige Fällschnitte an.
Während des Kurses wurden Fällungen mit Hilfe von Fällhebern, Keilen und des Hebmandels durchgeführt.
Die teilnehmende Frau und die 6 Männer brachten mit vereinten Kräften hängende Baume per manuellem Seilzug zu Boden. Alle wendeten zur Aufarbeitung Baumstämme von bis zu 21 Metern per Heber in der Holzklasse A bis D. Lehrgangsleiter Ferstl demonstrierte den Kursteilnehmern zudem das Besteigen von Bäumen mit Steigeisen und weitere Methoden zur Anbringung des Zugseils. Die Teilnehmer konnten so ihr bereits vorhandenes fundiertes Wissen zur Holzernte noch erweitern. (pd)
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