Ansbach – Bereits zum 21. Mal fand das Geslauer Niederfallfest statt. BBV-Ortsobmann Hans Schwab und die beiden Ortsbäuerinnen Yvonne May und Monika Eberlein, Ortsbäuerin des Bayerischen Bauernverbandes hatten mit einem engangierten Team dazu in den neu errichteten Pfarrhof zusammen mit der Pfarrfamilie Schieder eingeladen um mit allen Landwirtsfamilien den Abschluss der diesjährigen Getreideernte nach alter Tradition zu feiern.
Die Ortvorstandschaft des BBV mit den Verbandsvertretern und Pfarrer Schieder vor der Erntekrone des BBV Geslau.
© Eisen
Erstmals stehen heuer wegen der extremen Witterungsverläufe noch größere Bestände auf den derzeit nicht befahrbaren Feldern. Gerade die Weizenqualität leidet derzeit enorm. Dies sollte aber dem Feiern keinen Abbruch tun.
BBV-Ortsobmann Hans Schwab blickte nach dem Essen auf das vergangene Jahr aus Sicht der Bauern und des Ortes zurück: Die Fertigstellung des Pfarrhauses unter großer Mithilfe vieler sei Ausgangspunkt und Ausdruck der Freude heuer die Gastfreundschaft der Pfarrerfamilie Schieder zu genießen.
Die Witterung in den letzten Wochen und Monaten mit erst zu trockenem und jetzt zu nassen Bedingungen zeigen auch der modernen Technik die Grenzen auf. Global betrachtet müsse man aber froh sein, nicht von Flut- oder Brandkatastrophengebieten konfrontiert zu sein. Verbunden damit zeigen sich auch die Agrarmärkte zwar insgesamt etwas verbessert, unterliegen aber weiterhin Schwankungen und Einflüssen von außen, auf die die Bauern keinen Einfluss hätten.
Landrat Rudolf Schwemmbauer nahm das Niederfallfest zum Anlass, um Dankbarkeit auszudrücken. Das Niederfallfest sei eine wunderbare Einrichtung. Insgesamt befinde sich die Landwirtschaft in einem sich fortsetzenden Strukturwandel. 160 Biogasanlagen sowie Photovoltaikanlagen zeigen den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien. Er wolle zusammen mit vielen anderen den Landkreis entwickeln und so Zukunft schaffen, so Schwemmbauer. Den Bauern wünschte er die entsprechende Witterung für die restliche Ernte.
Bürgermeister Dieter Mohr freute sich in seiner Ansprache über den großen Zuspruch und dankte den Veranstaltern für die gelebte Dorfgemeinschaft. Dorferneuerungs- und Straßensanierungsprojekte stehen und standen im Mittelpunkt der Kommunalarbeit. Erfreulich sei, dass der Schulstandort derzeit gesichert sei. Höhere Steuereinnahmen sollen als Schuldenbremse dienen.
Kreisbäuerin Christine Reitelshöfer, die stellvertretend für die anwesenden Vertreter des Bauernverbandes sprach, schloss sich den Vorrednern an und drückte ihre Freude über lebendige und engagierte Ortsverbände aus. Mit einer Kurzgeschichte über einen Bauern, der für ein Jahr das
Wetter selber machen wollte und feststellen musste, dass auch dann nicht alles perfekt ist, endete ihr Grußwort. (Jürgen Eisen)