Düngeverordnung und Wasserrahmenrahmenrichtlinie werden sowohl Landwirte, wie auch Berater länger begleiten, ist sich Dr. Johann Schönhammer vom AELF Straubing sicher. Das Versuchsberichtsheft, das vom Erzeugerring in Niederbayern in enger Zusammenarbeit mit dem AELF Deggendorf erstellte wurde, sei auch in diesem Jahr wieder ein wichtiger Ratgeber für die Praxis, so Schönhammer. Wann das neue Pflanzenschutzgesetz in Kraft trete, dass EU-Verordnungen umsetzt, sei noch nicht bekannt, erläuterte Markus Grundner, vom AELF Deggendorf. In Bayern gebe es nach wie vor keine starren Abstandsflächen zu Gewässern. Eine wichtige Neuerung sei, dass der Sachkundenachweis nicht mehr lebenslänglich gültig sei, sondern erneuert werden müsse. Der Einkauf von Profi-Pflanzenschutzmitteln soll in Zukunft ebenfalls die Sachkunde voraussetzen, erläuterte Grundner. Die Restmengenaufbrauchfrist wurde verkürzt, eine weitere Änderung sei, dass für den
Pflanzenschutz in jedem Fall der Betriebsleiter verantwortlich sei. Grundner stellte neue Getreidefungizide vor, zudem sind Resistenzen ein großes Thema, er warnte davor, die Aufwandmenge zu stark zu reduzieren. Im vergangenen Jahr war der Krankheitsdruck wesentlich geringer, das hänge zum Großteil mit der Witterung zusammen. Bei Fusarium gelte Mais als typische Risikovorfrucht, so der Experte, der auch Praxiserfahrungen erläuterte. Das Abiliphon werde auch in diesem Jahr stets mit aktuellen Hinweisen besprochen, so Schönhammer, der auch die Bereitschaft seitens des Amtes für Flurbegehungen signalisierte. Bei der neuen E-Weizensorte Kerubimo sei ein niedriger Eiweißgehalt genetisch bedingt, stellte Dr. Josef Freundorfer, vom AELF Deggendorf fest. Eine erhöhte Spätdüngung müsse aber auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft werden. Hinsichtlich des Ährenfusarium stellte sich das Jahr 2011 als relativ unproblematisch heraus, aber auch hier gelte es, die natürliche Sortenleistung in die Sortenwahl mit einzubeziehen. Der Vollzug der Düngeverodnung basiere auf der guten fachlichen Praxis, rief Dr. Helmar Prestele, vom AELF Straubing in Erinnerung. Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, sowie die Reduzierung des Eintrages von Pflanzenschutzmitteln, stellte Stephan Obermaier, vom AELF Straubing in Mittelpunkt. Um Schnecken wirkungsvoll bekämpfen zu können, muss man zunächst die Biologie verstehen. Eine zunehmend pfluglose Bodenbearbeitung und längere Deckung der Ackerfläche, machte Tobias Klostermeier, von Belchim, als Hauptgründe für die Zunahme von Schnecken aus. Neben ackerbaulichen Maßnahmen, die aber nicht unbedingt dem Bodenschutz entsprechen, bleibe nur die Bekämpfung mit Schneckenkorn. Die Schadschwellen seien schwierig zu definieren, eine regelmäßige Kontrolle sei aber unabdingbar. Eine Bodenbearbeitung etwa 7 bis 10 Tage vor der Saat, reduziere die Schnecken, von gesplitteten Schneckenkorngaben riet der Experte ab. Präparate, die eine höhere Körnerdichte erfordern, versprechen einen höheren Erfolg.