Mittwoch, 23.05.2012
Sieger der Bioenergie-Bundesliga
Straubing - Carmen hat zum ersten Mal eine Bioenergie Bundesliga erstellt. Bundesweit haben sich 79 Gemeinden und Städte dem Wettbewerb gestellt. Gewonnen hat Hardegsen.
Die Vertreter der Gewinnerkommunen nahmen die Urkunden und Preisgelder der Bioenergie-Bundesliga von Dr. Bernhard Dreher, Bundesumweltministerium (3. v. l.), entgegen.
© Carmen
Die niedersächsische Stadt kann in Sachen Bioenergienutzung einiges aufweisen: zwei Biogasanlagen, ein Biomasseheizkraftwerk und eine große Anzahl kleinerer Holzheizanlagen. Der Großteil der verwendeten Substrate und Brennstoffe wird regional bezogen. Damit errang Hardegsen die höchste Zahl an "Bioenergiepunkten" pro Einwohner und erhielt dafür den ersten Preis der Bioenergie-Bundesliga-Saison 2010/2011 sowie 3000 Euro Preisgeld, das vom Bundesumweltministerium (BMU) gestiftet wurde. Der zweite Preis ging an die Stadt Malchin in Mecklenburg-Vorpommern, der dritte Preis an das sächsische Delitzsch.
Die Bioenergie-Bundesliga wird im Rahmen des Vorhabens "BioKommunal" von Carmen e. V. veranstaltet. Kommunen ab einer Größe von 2000 Einwohnern sind aufgerufen, ihren Einsatz von festen, flüssigen und gasförmigen Bioenergieträgern anzugeben. Das Augenmerk der Bioenergie-Bundesliga richtet sich vor allem auf regionale Stoffkreisläufe und auf die Nutzung biogener Reststoffe. So wirkt sich bei der Bewertung der Kommunen besonders positiv aus, wenn die verwendete Biomasse aus dem nahen Umkreis bezogen und überwiegend Reststoffe statt Anbaubiomasse eingesetzt wird. In der Bioenergie-Bundesliga werden auf die Dauer von drei Jahren insgesamt 18 000 Euro an Preisgeldern ausgeschüttet. Die nächste Runde hat gerade begonnen: Bis zum Frühjahr 2012 können Kommunen und Bioenergie-Anlagenbetreiber ihre Daten von 2011 an Carmen e. V. übermitteln. Zu den Zielen von "BioKommunal", das der Bundesverband BioEnergie e. V. (BBE) federführend betreut, zählt der Aufbau eines bundesweiten Netzwerks für Kommunen, die nachhaltige Nutzung von Biomassen aller Art, insbesondere von biogenen Reststoffen und Bioabfällen sowie die Schaffung von Anreizen zur Mobilisierung von Bioenergie.
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