Auf dem Geflügelmaststall des Betriebs Hagel ist eine 140-kW-Photovoltaikanlage installiert.
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Auf dem neu gebauten Hähnchenmaststall des Betriebs Hagel in Messenfeld im Landkreis Lichtenfels sorgen seit kurzem 609 Photovoltaikmodule dafür, dass der benötigte Strom für die 40 000 Masthühner teilweise selbst produziert wird. Die Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 140,07 Kilowatt wurde von der Firma M. Münch aus Gössersdorf auf der Südseite des Satteldachs installiert. Die Modulfläche beträgt über 1000 Quadratmeter. Der erzeugte Strom wird über einen Zweirichtungszähler detailliert nach Eigenverbrauch und Überschusseinspeisung separat erfasst.
"Für uns war es bereits während der Planungsphase wichtig, nicht nur das Stallinnere für die Geflügelmast zu nutzen, sondern auch weitere Effekte zu finden, um die Amortisationszeit der Investition zu verkürzen. Weil für uns die langfristige Betreuung durch einen Fachpartner höchste Priorität hat, entschieden wir uns für die Realisierung des Projekts relativ schnell für die Firma Münch", sagt Anlagenbetreiber Tobias Hagel. Der sogenannte "Eigenstromverbrauch" ist sowohl einfach, als auch wirtschaftlich sehr attraktiv. Der Betrieb Hagel hat die PV-Anlage noch 2011 in Betrieb genommen und bekommt deshalb die Vergütungssätze des letzten Jahres für den eingespeisten und den selbst verbrauchten Solarstrom. Bei einer Volleinspeisung bis 30 Kilowatt Anlagengröße gab es im letzten Jahr 28,74 Cent je Kilowattstunde. Für den selbst verbrauchten Strom bekommt der Betreiber nicht die 28,74 Cent, sondern 12,36 Cent pro Kilowattstunde. Somit sichert er sich einen tatsächlichen Strompreis von 16,38 Cent je Kilowattstunde über die gesamte Laufzeit von 20 Jahren. Das trifft aber nur zu, wenn weniger als 30 Prozent des produzierten Solarstroms selbst verbraucht werden. Sollten mehr als 30 Prozent selbst verbraucht werden, wird diese Rechnung sogar noch lukrativer. Auch wenn die Vergütungssätze für den eingespeisten und den eigengenutzten Solarstrom seit 1. Januar 2012 abgesenkt wurden, ist ein solches Modell mit fest kalkulierbaren Strompreisen über die nächsten 20 Jahre hinweg vor allem für energieintensive Betriebe wie den von Tobias Hagel, der zwischen 50 000 und 60 000 Kilowattstunden jährlich verbraucht, auch weiterhin interessant. Der gesicherte Strompreis ist nur einer der wirtschaftlichen Vorteile dieses Projekts. Die zweite "Sonnenseite" ist die Tatsache, dass die PV-Anlage voll zur Refinanzierung der Investitionskosten des Stalls beiträgt. Aus wirtschaftlicher Sicht sei es deshalb ratsam, bei allen energieintensiven Bauprojekten in der Landwirtschaft, zum Beispiel bei Rinderställen mit Melkrobotern, Schweine- und Masthähnchenställen, aber auch bei Lagerhallen, Hackschnitzel- oder Maschinenhallen, vorab zu überlegen und zu kalkulieren, wie die Dachfläche durch die Installation einer Photovoltaikanlage zusätzlich sinnvoll genutzt werden könne und sich so ein solches Projekt besser refinanzieren lasse, meint PV-Anlageninstallateur Mario Münch. Für die Familie Hagel ist es auch wichtig, nicht nur Energie zu verbrauchen, sondern einen Beitrag zur Entlastung der natürlichen Ressourcen zu leisten. So spart ihre PV-Anlage insgesamt circa 1,7 Millionen Kilogramm CO
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über die 20-jährige Laufzeit ein und erzeugt jährlich Energie für etwa 40 Haushalte.