Unsicherheiten am Braugerstenmarkt Die Erzeugerpreise für Brotweizen und Braugerste differieren seit der Ernte 2011 kontinuierlich und überdurchschnittlich stark. Der mittlere Preisabstand errechnet sich bei gut 50 €/t. Im mehrjährigen Mittel beträgt der Abstand nur 20 €. Lediglich in der Saison 2007/08 war der Abstand mit 52 € ebenfalls so groß. Für die Ernte 2009 errechnete sich im Mittel gar keine Preisdifferenz. Im Vorjahr war Braugerste im Saisonmittel sogar fast 10 € günstiger als Brotweizen. Das bedeutet, dass der Braugerstenmarkt anderen Gesetzmäßigkeiten folgt als der Weizenmarkt. Fehlt es aber an Preisanreizen für den Anbau von Braugerste, wird dieser auch in Zukunft zurückgehen. Heimischer Rohstoff für bayerisches Bier ist nicht mehr in ausreichenden Mengen verfügbar. Das will man nach allgemeinem Bekunden vermeiden. Es wäre wünschenswert, dass sich Braugerstenerzeuger, Vermarkter, Mälzer und Brauereien auf ein dauerhaftes und faires Preissystem einigen. Gesprochen wird seit Jahren davon.
Ferkelerzeugung lohnt sich wieder Nach einer langen Durststrecke können die Ferkelerzeuger wieder aufatmen. Seit Ende letzten Jahres lohnt sich die Ferkelproduktion wieder. Das war bitter nötig. Zuvor war sie fast zwei Jahre nicht kostendeckend. Dieser Umstand und die ab 2013 erforderliche Umstellung auf Gruppenhaltung der Sauen haben viele Zuchtsauenhalter, speziell im „kleinstrukturierten“ Bayern, dazu bewegt, die Ferkelerzeugung frühzeitig aufzugeben. Dies schlägt sich nun auf das insgesamt verfügbare Angebot nieder. Ferkel sind seit einiger Zeit flächendeckend knapp und gesucht. Dies dürfte auch längere Zeit so bleiben. Die Ferkelimporte dürften ihren Höhepunkt ebenfalls überschritten haben und auf der anderen Seite wurden die Mastkapazitäten zuletzt deutlich ausgebaut. In den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres errechnet sich der Ferkelgrundpreis bei 28 kg, ab Hof bei 62,50 Euro. Das waren ca. 15 Euro oder 30 Prozent mehr als im Vorjahr und 25 Prozent mehr als im fünfjährigen Mittel.